Modul IC-1: Identifizierung und Klassifizierung von Hürden und Herausforderungen

download_powerpointHier geht es darum, Forschungsergebnisse aufzugreifen und im Gespräch über Hürden nachzudenken, die dem Einsatz von Aufgaben, die das forschende Lernen fördern, entgegenstehen. Die Aktivität eignet sich für LehrerInnen der Naturwissenschaften und der Mathematik.

LehrerInnen meinen oft, dass dem forschenden Lernen allerhand entgegensteht, auch wenn sie es gerne in ihren Unterricht einfließen lassen würden. Fragen Sie sie nach ihren bisherigen Erfahrungen (aber Vorsicht – sie sollten nicht das ganze Treffen mit Jammern verbringen!).

teamwork

Lassen Sie die Lehrkräfte in Partnerarbeit über Hürden und Herausforderungen in ihrer eigenen Unterrichtspraxis reflektieren. Bitten Sie sie, die folgenden Fragen auf dem Handout zu beantworten:

  • Welche Hindernisse für die Umsetzung des forschenden Lernens in Ihrem Unterricht ergeben sich aus dem Kontext vor Ort, d.h. innerhalb Ihrer eigenen Schule?
  • Welche Hindernisse für die Umsetzung des forschenden Lernens in Ihrem Unterricht ergeben sich aus dem weiteren Kontext, d. h. aus dem Lehrplan, Unterrichtsverordnungen, Bildungspolitik u.ä.?
  • Inwieweit beeinflussen Ihre persönlichen Überzeugungen und Werte die Umsetzung des forschenden Lernens in Ihrem Unterricht?

teamworkWenn die Lehrkräfte einige Hürden und Herausforderungen identifiziert haben, sprechen Sie mit der ganzen Gruppe über die von Barrow (2006) identifizierten Hürden und Herausforderungen:

1. Technische Herausforderungen: Dazu gehören die Fähigkeit zum konstruktiven Unterrichten; der Grad der Orientierung am Lehrbuch; die Herausforderungen, die die zentralen Prüfungen stellen; Schwierigkeiten bei der Gruppenarbeit; die Herausforderung durch die neue Rolle der Lehrkraft als Moderator; die Herausforderung durch die neue Rolle der SchülerInnen als aktiv (und nicht passiv) Lernende; fehlende entsprechende Lehrerfortbildungen.

2. „Politische“ Herausforderungen: Dazu zählen (nur) kurzfristig angelegte oder begrenzte Fortbildungsprogramme, Widerstände der Eltern gegen neue didaktische Ansätze, ungelöste Konflikte zwischen den Lehrkräften der Naturwissenschaften, was wie gelehrt werden sollte, fehlende Ressourcen und unterschiedliche Ansichten darüber, was ein Misserfolg ist. Solche Herausforderungen müssen aufgrund der finanziellen Rahmenbedingungen auf lokaler und nationaler Ebene angegangen werden.

3. Kulturelle Herausforderungen: Dazu zählen die Qualität der Lehrbücher und begleitender Materialien, Ansichten über den Zweck von Leistungskontrollen oder die Vorbereitung von Unterrichtsstunden in den Naturwissenschaften (S. 272).