Modul IE-2: Vergleich von strukturierten und unstrukturierten Aufgaben

download_powerpointDiese Aktivität beginnt mit einer kurzen Diskussion zur Einführung. Danach vergleichen die Lehrkräfte in Zweiergruppen strukturierte und unstrukturierte Versionen derselben Aufgabe. Anschließend besprechen alle zusammen ihre Ideen dazu.

teamworkFühren Sie das Thema mit einer kurzen Diskussion ein. Sprechen Sie darüber, dass der Unterricht in den naturwissenschaftlichen Fächern und in der Mathematik die SchülerInnen meist vor strukturierte Aufgaben stellt und sie genau anweist, welche Techniken sie anwenden sollen. Die SchülerInnen lernen, indem sie Anweisungen befolgen. Im echten Leben treten Probleme und Situationen aber normalerweise nicht in dieser Form auf. Im Gegensatz zu Übungen, bei denen eine bestimmte Fähigkeit oder ein bestimmtes Konzept angewendet werden soll, müssen SchülerInnen bei Problemen aus dem echten Leben vereinfachen, Situationen nachbilden, das passende Wissen und geeignete Prozesse aus ihrem „Werkzeugkasten“ auswählen und testen, ob ihre Lösung für den Zweck „gut genug“ ist. Wenn die SchülerInnen im späteren Leben in der Lage sein sollen, ihre Fähigkeiten selbstständig zu nutzen, brauchen sie auch die Möglichkeit, im Unterricht an weniger strukturierten Aufgaben zu arbeiten.

teamworkDie Lehrkräfte sollten zu zweit oder zu dritt zusammenarbeiten. Teilen Sie das Handout aus, das sowohl strukturierte als auch unstrukturierte Versionen von zwei Problemlöse-Aufgaben aus zwei unterschiedlichen Arbeitskontexten enthält. Auf dem Handout finden Sie auch Musterlösungen für die unstrukturierten Aufgaben. Lassen Sie die FortbildungsteilnehmerInnen die weniger strukturierten Versionen der Aufgaben mit den strukturierten Versionen vergleichen. Sie sollten dabei über folgende Fragen nachdenken:

  • Welche Entscheidungen die Schülerinnen und Schüler bei der jeweiligen Version der Aufgabe selbst treffen?
  • Welche Probleme können bei der Bearbeitung offener Aufgabenstellungen im Unterricht auftreten?

SchülerInnen bearbeiten die Aufgabe zum Tischtennisturnier.

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teamworkNun kommt wieder die ganze Gruppe zusammen und die Zweier- oder Dreiergruppen tauschen sich aus. Notieren Sie alle Punkte, die angesprochen werden.

Einige Schwierigkeiten, die LehrerInnen sofort benennen können sind folgende:

  • Unstrukturierte Aufgaben sind schwerer zu meistern.
  • Es erfordert mehr Aufwand eine Unterrichtsstunde mit unstrukturierten Aufgaben vorzubereiten.
  • SchülerInnen wissen oft nicht wie sie anfangen sollen. Müssen wir die Aufgabe dann nicht doch für die SchülerInnen strukturieren?
  • SchülerInnen werden nicht zwangsläufig ihr erworbenes Wissen einsetzen können.
  • Wenn wir zu früh eingreifen, befolgen die SchülerInnen das, was wir ihnen sagen und entwickeln keine eigenen Ideen.
  • SchülerInnen entwickeln unzählige Varianten von Lösungsansätzen und Lösungswegen.
  • SchülerInnen brauchen die Bestätigung, dass es in Ordnung ist, verschiedene Ansätze auszuprobieren oder zu verschiedenen Lösungen zu gelangen.

nextstepsBitten Sie die Gruppe, sich eine Forschungsfrage auszudenken, die sich auf das Lösen unstrukturierter Aufgaben bezieht. Sie sollten eine unstrukturierte Version wählen (idealerweise von einer Aufgabe, die sie in strukturierter Form bereits im Unterricht eingesetzt haben) und diese ihren SchülerInnen stellen. In der nächsten Fortbildungssitzung sollten sie über ihre Erfahrung berichten, mit Schwerpunkt darauf, was sie über Forschungsfragen gelernt haben.