Modul ID-1: Diskussion über Fragetechniken im Unterricht

download_powerpointIn diesem Modul beschäftigen sich LehrerInnen mit den Arten von Fragen, die Lehrkräfte üblicherweise stellen, zunächst im Plenum, danach in Partnerarbeit.

 

teamworkInitiieren Sie ein Gespräch im Plenum über Lehrerfragen, die unterschiedlichen Funktionen dieser Fragen, welche Fragen besonders häufig gestellt werden und welche Fehler man dabei machen kann.

Stellen Sie die folgende Fragen:

  • Welche Arten von Fragen stellen Lehrer?
  • Welche Funktionen erfüllen die verschiedenen Fragen?
  • Welche Arten von Fragen stellen Sie am häufigsten?
  • Welche Fehler unterlaufen Ihnen bei der Formulierung von Fragen am häufigsten?
  • Was sind ihre Folgen?

teamworkNutzen Sie die Methode „Ich – Du – Wir“ (Think – Pair – Share) als Beispiel einer Methode, die forschendes Arbeiten fördert. In Partnerarbeit sollen die TeilnehmerInnen das Arbeitsblatt „Warum stellen wir Fragen“ ausfüllen.

teamworkLaden Sie die TeilnehmerInnen wieder ins Plenum ein und bitten Sie sie, ihre Gedanken auszutauschen. Als Zweck von Lehrerfragen könnte Folgendes genannt werden:

  • um das Interesse der SchülerInnen zu wecken, sie einzubeziehen und herauszufordern;
  • um an vorhandenes Wissen anzuknüpfen;
  • um Transferdenken zu fördern und neues Verständnis zu schaffen;
  • um gezieltes Denken in Hinblick auf Konzepte und Sachverhalte zu fördern;
  • um Schülerdenken vom faktischen Denken zum analytischen Denken zu erweitern;
  • um Denkprozesse und Problemlösungsansätze anzustoßen, Evaluationskompetenz und Hypothesenbildungsfähigkeit zu fördern;
  • um forschendes und entdeckendes Lernen zu fördern;
  • um eine Verbindung zwischen Sachverhalten herzustellen.

In der folgenden Liste sind die von LehrerInnen am häufigsten gemachten Fehler beim Fragenstellen aufgeführt.
LehrerInnen…

  • stellen zu viele irrelevante oder oberflächliche Fragen;
  • beantworten ihre Fragen selbst;
  • vereinfachen die Frage, wenn SchülerInnen nicht sofort antworten;
  • richten Fragen nur an „gute“ SchülerInnen;
  • stellen mehrere Fragen hintereinander;
  • stellen häufig geschlossene Fragen, die nur eine Antwortmöglichkeit erlauben;
  • stellen Fragen der Art „ratet mal woran ich gerade denke“, schließen somit andere Antwortmöglichkeiten aus;
  • beurteilen jede Antwort mit „gut“, „fast“, „nicht ganz“. Ein „gut“ schließt andere Antwort-möglichkeiten aus;
  • geben SchülerInnen keine Zeit zum Nachdenken oder Besprechen;
  • ignorieren falsche Antworten und fahren mit dem Unterricht fort.

 


Das Modul ID-2 gibt der Fortbildungsgruppe Gelegenheit, Fragen zu entwickeln, die forschendes Lernen fördern.